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"Teilen"
heißt das Thema des Fensters im Chor der Martinskirche. Die
große Diagonale, die von oben rechts nach unten links durch das
ganze Fenster führt, zeigt dies schon an.
Der
heilige Martin gibt der Kirche seinen Namen. Sein Symbol des geteilten
Mantels, in warmen, blutroten Farbtönen ist das beherrschende
Gestaltungselement des Fensters. Teilen heißt opfern, so
verbindet sich der Blutstropfen aus dem Zentrum mit dem
geteilten Mantel.
Die
Zeichen der fünf Brote und zwei Fische geben in dem
Fenster den Hinweis auf die biblische Erzählung der wunderbaren
Brotvermehrung, die eine Andeutung der Eucharistie (des
Abendmahls) ist.
Das
Netz steht für den Auftrag Jesu: Ihr sollt Menschenfischer
sein; letztendlich ein Symbol für Gemeinde.
Die
Pfeilform zielt in die Mitte und die Senkrechte, die Achse führt
zum obersten Punkt im Fenster, zum leuchtendsten Rot, dem Auge
Gottes. Im Bogen des Fensters treffen sich zwei Kreisbögen, eine
Linie die sich herabsenkt und eine die aufsteigt, Symbol für
Himmel und Erde.
Bei
aller Erklärung ist noch Raum gelassen für eigene Gedanken der
Betrachter.
(Lies Ebinger)
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